Grundformen der Frömmigkeit im Mittelalter - download pdf or read online

By Arnold Angenendt

ISBN-10: 0812203062

ISBN-13: 9780812203066

Bereits in zweiter Auflage entfaltet diese Einführung die Welt der mittelalterlichen Frömmigkeit: Der Vormoderne warfare die faith selbstverständlich. Je nach Kulturstand hatte sie verschiedene Formen und Gestaltungen. Kennzeichnend für die mittelalterliche Frömmigkeit ist, dass die Buchreligion Christentum in eine orale Gesellschaft vordrang und diese umgestaltete: Schreiben und Lesen, Philosophie und Theologie entwickelten sich. Die Religionspraxis bildete dabei vielerlei Spielarten aus: Reliquien-Verehrung, Blutkulte, Stiftungswesen, Ablass, Passionsfrömmigkeit - insgesamt ein Gemisch, das nicht immer als genuin christlich gelten kann. Eben in dieser Vermengung von vielerlei Elementen liegt die Spannung; zum Ende des Mittelalters erwächst eine geradezu explosive Mischung. Dies ansichtig zu machen gelingt - entgegen der Vorgehensweise der älteren Forschung, die allzu oft konfessionell und nationwide urteilt - erst aus einer religions- und sozialgeschichtlichen Perspektive, der sich Arnold Angenendt vorzugsweise widmet.

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Bereits in zweiter Auflage entfaltet diese Einführung die Welt der mittelalterlichen Frömmigkeit: Der Vormoderne warfare die faith selbstverständlich. Je nach Kulturstand hatte sie verschiedene Formen und Gestaltungen. Kennzeichnend für die mittelalterliche Frömmigkeit ist, dass die Buchreligion Christentum in eine orale Gesellschaft vordrang und diese umgestaltete: Schreiben und Lesen, Philosophie und Theologie entwickelten sich. Die Religionspraxis bildete dabei vielerlei Spielarten aus: Reliquien-Verehrung, Blutkulte, Stiftungswesen, Ablass, Passionsfrömmigkeit - insgesamt ein Gemisch, das nicht immer als genuin christlich gelten kann. Eben in dieser Vermengung von vielerlei Elementen liegt die Spannung; zum Ende des Mittelalters erwächst eine geradezu explosive Mischung. Dies ansichtig zu machen gelingt - entgegen der Vorgehensweise der älteren Forschung, die allzu oft konfessionell und nationwide urteilt - erst aus einer religions- und sozialgeschichtlichen Perspektive, der sich Arnold Angenendt vorzugsweise widmet.

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Geoffenbart, um Heil zu vermitteln. Religionsgeschichtlich ist es die uralte Doppelung von Ritus und Mythos. 1 Ritus und Mythos Beim Versuch, mit Hilfe der Humanbiologie zu den Anfängen der Religion zurückzugelangen, zeigen sich Äußerungsformen, die älter sind als die artikulierte Sprache, eben die Rituale, beispielsweise Jagd- und Kriegertänze, Formen der Geschlechterbegegnung, auch Verehrung unsichtbarer Wesen, nicht zuletzt die Bestattung der Toten. Religionsgeschichtlich gilt: Jede rituelle Handlung hat ein göttliches Modell, ein Urbild aus der Vorzeit.

Im Neuen Testament erscheint Jesus Christus als das maßgebliche „Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ (Kol 1,15). Das ermöglichte in Kombination mit der alttestamentlichen Idee vom Bild Gottes im Menschen die Deutung, dass ein jeder, weil schon als Bild Gottes geschaffen, ebenso Bruder bzw. Schwester des göttlichen Erstbildes Jesu Christi sei, zwar nicht in gleicher, aber doch in annäherbarer Vollkommenheit. Für den Menschen bedeutet das, dass er eine Doppelgestalt besitze, die Paulus einen „ersten“ Menschen als „von der Erde stammend“ und einen „zweiten“ als „himmlisch“ nannte (1 Kor 15,47).

Das bestärkte die bereits neutestamentlich gebotene Nachfolge und erforderte, fortwährend auf Jesus zu schauen und mit ihm das eigene Leben zu gestalten. Indem die Vulgata übersetzte: „geschaffen als Bild und Ähnlichkeit“ (Gn 1,26: ad imaginem et similitudinem), gab sie Raum für weitere Ausdeutungen. Besonders ging es darum, inwieweit nach dem Sündenfall des ersten Menschenpaares noch die bei der Erschaffung grundgelegte Ebenbildlichkeit fortbestehe. Die meistverbreitete Antwort lautete, die imago bestehe weiter, aber die Steigerung dieses Bildes zur vollen Ähnlichkeit (similitudo) sei behindert.

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Grundformen der Frömmigkeit im Mittelalter by Arnold Angenendt


by Paul
4.2

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